DANKE FÜR NICHTS

Unser Fazit nach der Landtagsdebatte heute Abend:

Danke für nichts!

Eine Aussage war: „Bergneustadt ist selbst an der Misere schuld“. Sicherlich, aber wir kommen selber nicht mehr raus ohne das Existenzen kaputt gehen. Wer soll es denn jetzt richten, da von Seiten des Landes keinerlei Hilfe zu erwarten ist? Unser Stadtrat wird, wenn er seinem Wort treu bleibt, keine Steuererhöhung beschließen. Bleibt also nur der Beauftrage von der Bezirksregierung.

Und DEM bereiten wir einen entsprechendem Empfang!

Was uns fassungslos macht, ist die starre Haltung von Innenminister Jäger. Hat er Angst, wenn er einmal den kleinen Finger reicht, dass ihm die anderen Kommunen die ganze Hand abreissen? Sein Grundsatz ist lieber: Bevor man handelt und Hilfe sendet, lässt man lieber eine kleine Stadt sterben, nur um das Gesicht zu wahren! Er versucht in seinem letzten Brief lieber die Bürger der Stadt zu erpressen, indem man sagt, wenn die Haupt- und Realschule geschlossen würde, dann spart ihr 300.000€. Aber nur, wenn ihr eine Schulform akzeptiert, die wir (die Landesregierung) wollen. Wobei die Form der Sekundarschule schon seit Jahren kontrovers diskutiert wird und der Bürgerwillen in Bergneustadt gezeigt hat, dass keine Sekundarschule gewollt ist. WAS SIND 300.000€ bei einem Finanzloch von 1,6 Mio€? Vom nächsten Jahr ganz zu schweigen!

Aber auch das Handeln der CDU ist unverständlich. Einer möglichen Lösung durch eine Grundsteuerbremse, wie es die FDP fordert, wird sich durch Enthaltung verweigert. Da hätten wir schon ein bisschen Annäherung erwartet.

Wir wissen zurzeit auch noch nicht wie es weitergeht, da die Informationspolitik auch nachlässt. Wir fordern noch mehr Transparenz! Uns hätte zum Beispiel der Inhalt des Briefes vom Innenministerium interessiert, leider sind uns nur Auszüge mitgeteilt worden. Da stellt sich doch sie Frage: Gibt es dort noch Lösungsansätze die man noch nicht kommunizieren darf, oder sogar detaillierte Ansätze, wo Einsparungen durch Entscheidungen von Rat und Verwaltung gemacht werden können? Wir wissen es nicht!

 

Was uns aber viel mehr beschäftigt ist, dass wir als Initiative immer wieder in die rechte Ecke gestellt werden. Selbst die banalsten Dinge wie die Farbe der Webseite oder der  Demo-Banner scheinen Grund genug zu sein, die Hetze gegen uns voran zu treiben.  So viel Kleingeistigkeit hätten wir im Traum nicht erwartet. Es ist lächerlich, dass selbst nach einer Klarstellung zur Parteilosigkeit immer wieder solche Behauptungen entstehen, oder haben wir bei manchen in der Politik den Wunden Punkt getroffen und man versucht uns mit der „braunen Keule“ zu erschlagen?

Beim nächsten Mal werden wir rigoros Anzeige erstatten und eine Unterlassungserklärung erwirken.

Das wir uns mit so einer Scheiße abgeben müssen, hätten wir im Oktober auch nicht erwartet.

 

 

  4 comments for “DANKE FÜR NICHTS

  1. dr dr c c popescu
    3. März 2016 at 20:49

    Guten Abend. Leider ,wie erwartet ist alles bei alten geblieben. Aber ihren Angagement ist zu loben.
    Wir erwarten nichts mehr vom Andere! Die Entscheidung ist getroffen, die Parteien haben gesprochen.
    Die Aktion bis jetzt hat sich gelohnt um zu zeigen wer wir sind.
    Weiter so auch gegen den Wind. Lasst die Bewegung als Verein eintragen. Danach als Burgerbewegung die Parteien Paroli bitten. Es lohnt sich.
    CCP u Familie

  2. Jutta Demolski
    4. März 2016 at 15:54

    Wir sind Bergneustadt, und wir sollten nicht kleinbeigeben. So eine liebenswerte Nachbarschaft wie hier habe ich noch nirgendwo gehabt, seis in Düsseldorf, Köln oder Overath. Da müssen wir uns noch härtere Bandagen anziehen und uralte historische Strategien wiederbeleben. Bergneustadt war mal bekannt für seine guten Hakenbüchsen, die Gummersbacher mussten unser Bier trinken, weil wir hier das alleinige Braurecht hatten, und wir hatten unser Femegericht. War sich die Rechtssprechung mal unsicher, schickte sie einen Boten nach Lüdenscheid. Wir müssen uns ganz bestimmt nicht allem unterwerfen. Ich, als mich, bin stolz, in Bergneustadt meine neue Heimat gefunden zu haben und erst einmal bleibe ich lieber hier.

    Jutta Demolski vom historischen Arbeitskreis des Heimatvereins

    P.S.: Bergneustadt war mal sehr stark im Mittelalter und während der Industrialisierung!!! Gibt es eine neue Blüte? Und als Gerne-Sängerin bringe ich gerne einen anderen Ton ein. Hauptsache, das Lachen vergeht uns nicht! Wenn die Düsseldorfer unser Problem nach Berlin verschieben, so habe ich es jetzt aus den Medien verstanden, dass da einer den anderen für zuständig erklärt, dann sollen sie da oben doch machen, was sie wollen, aber wir machen unser Ding weiter: Ehrenamt, Vereine, Sponsoren, Spenden, Sozialkultur in bester Form. Integration und Inklusion und Diversität. Wir sind sozial gesehen ein Vorzeigeort, nur dass sozial sein heutzutage immer noch nicht finanziell honoriert wird?

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